Die hier gemachten Angaben sind unverbindliche Beschreibungen, die nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden. Sie stellen keine zugesicherten Eigenschaften dar und sie entbindet den Käufer nicht vor persönlicher Inaugenscheinnahme und Prüfung.
Wir bitten vor Besichtigung um Terminvereinbarung.
Während des Wirtschaftswunders war der Käfer ein echter Verkaufsschlager. Doch die Anforderungen an ein Auto stiegen – der Typ 3 war geboren.
Volkswagen verkauft Mitte der Fünfziger den Käfer in immer größeren Stückzahlen. Doch der Chefetage ist klar: Es muss ein größeres Auto her. Die Deutschen stecken mitten im Wirtschaftswunder, die Einkommen steigen und auch die Ansprüche expandieren.
Damit ändern sich auch die Anforderungen an ein Auto: Nicht nur fahren muss es. Mehr Platz wäre schön, um mit der ganzen Familie über die Alpen nach Rimini oder an den Gardasee fahren zu können. Mehr Prestige wünschen sich manche auch, so das Kalkül der VW-Bosse. Also lassen sie ihre Ingenieure ein Mittelklasse-Auto entwickeln. Anderthalb Liter Hubraum, zwei Türen, Käfer-Radstand von 2,40 Meter. Und das hat einen Grund: Die VW-Werkstätten mit ihren Arbeitsgruben und Hebebühnen sind auf das Urmaß eingestellt.
Heraus kommt eine Art Groß-Käfer: Auch im zweitürigen VW Typ 3 arbeitet ein luftgekühlter Boxer im Heck. Der ist natürlich größer und stärker: 45 PS aus 1,5 Liter Hubraum. Das Gebläserad steht nicht mehr auf dem Motor, sondern wird an der Kurbelwelle angeflanscht. Das Ergebnis ist ein deutlich flacherer Motor – weshalb der VW 1500 zwei Kofferräume hat. Einen vorne unter der langen Haube, einen kürzeren im Stufenheck. Die Karosserie ist der Zeit entsprechend konservativ gestaltet. „Das Adenauersche „keine Experimente“ gilt eben nicht nur in der Politik und die 68er revoltieren, als die ersten 1500 schon sieben Jahre alte Gebrauchte sind.
Die Zeitläufte bis zum Produktionsende 1973 übersteht der Typ 3 mit sanfter Modellpflege. Mehr Leistung bringen Doppelvergaser im 1500 S, der ab 1963 mit 54 PS im Angebot ist. Abgelöst wird dieser Motor vom leistungsgleichen 1,6-Liter-Boxer im VW 1600. Mit dem 1600 TL erscheint 1965 die Schrägheckversion ,der Variant wurde von 1961 bis 1973 gebaut. Karmann entwickelt auch den Prototypen eines viersitzigen Cabriolets, das der VW-Vorstand jedoch nicht zusätzlich zum Käfer Cabriolet ins Programm nehmen möchte.
Zwei Mal wird die Karosserie leicht verändert. 1963 gibt es größere Rückleuchten, horizontale Blinker vorn und eine Chromleiste am vorderen Kofferraumabschluss. Die große Modellpflege kommt 1969 mit senkrechtem Frontabschluss, kastenförmigen Stoßfängern und großen Blinkern. Die Heckleuchten werden noch einmal größer und verlieren ihren Chromschmuck.
Die Moderne beginnt bei VW 1973. Nach gut 2,5 Millionen Typ 3, wovon knapp die Hälfte auf den Variant entfiel, (von denen heute nur noch eine Handvoll guter Fahrzeuge im Angebot sind) kommt der erste VW Passat auf den Markt. Mit Frontantrieb und vorn quer eingebauten, wassergekühlten Vierzylindern.
Bildschöner Typ 3, der als Kombinationskraftwagen inzwischen komplett ausgestorben ist.
Der Wagen wurde vor einigen paar Jahren auf kerngesunder Basis komplett restauriert und präsentiert sich optisch wie technisch außergewöhnlich gut.
Wenn Ihnen der Käfer immer noch zu zahlreich auf den Straßen begegnet, ist dies für alle Fans der luftgekühlten Wolfsburger eine einmalige und inzwischen kaum noch zu sehende Gelegenheit.
Eine ausführliche Beschreibung folgt.
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